3 Comments

  1. Cathleen

    Hallo liebe Julia,

    Ich bin gerade durch Zufall auf deine Seite gekommen und finde es schön, das du deine Gedanken und Fragen mit Menschen teilen und dich austauschen möchtest.

    Dies ist der erste Artikel, den ich von dir gelesen habe und ich möchte dir gerne meine Gedanken dazu schreiben.
    Ich kenne diese unzufriedenheit nur zu gut. Es gibt Dinge im Leben, die einen sehr traurig machen können und runterziehen. Es gibt aber auch zb den Frust aus einer fehlenden Wertschätzung. In dem Fall empfindet man einen Mangel nach Bestätigung seiner selbst. Man möchte wertgeschätzt werden und fühlt sich gut dabei wenn andere einem dies geben, fehlt dies kommt dann schnell frust auf. Wie schön wäre es, so gefüllt von Gott zu sein, das man nicht angewiesen wäre, auf die Anerkennung von Menschen. Das bedeutet für mich Freiheit. Ich glaube, das die größte Erfüllung des Menschen ist, die Fähigkeit bedingungslos zu lieben. Liebe zu schenken aus reinem Herzen und auch annehmen zu können ist das was den Menschen glücklich macht. Gott so zu lieben,wie es sein sollte, so weit bin ich leider noch nicht. Ich denke, man kann nur jemanden Lieben, den man auch kennt, daher ist es für mich in erster linie wichtig ihn immer mehr kennenzulernen und seine Gegenwart zu suchen. Und das kann ich wunderbar in seinem Wort und im Gebet. um so mehr ich ihn kennenlerne und ihn wirken lassen umso mehr ist mein Leben und das meiner Mitmenschen gesegnet.
    Wir dürfen uns von ihm zu liebende Menschen verändern lassen. Durch seine Liebe, mit der er uns füllen möchte, bekommen wir die Fähigkeit uns selbst, unseren Mitmenschen und gott zu lieben.

    Ich denke, es gehört zu dem Weg dazu, das man mal gefrustet ist, aber wir dürfen damit zu Gott kommen und er wird uns gewiss helfen, damit umzugehen.

    Ich zeige anderen meine Liebe, indem ich gerne jemanden eine Freude mache zb mit einem selbstgemalten Bild, einem selbstgenähtes Kleidungsstück, einem Blumenstrauß oder oder oder… ich verschenke gerne. Es gibt so viele Möglichkeiten jemandem eine Freude zu machen 🙂

    Ich werde mir bei Gelegenheit gerne deine anderen Artikel auch durchlesen. Ich denke das ich interessante Texte, wertvolle Gedanken und schöne Bilder lesen/sehen werde 🙂

    Ich wünsche dir Gottes Segen uns verbleibe mit lieben Grüßen

    Cathleen

    • Julia

      Hallo Cathleen,
      wow! Vielen lieben Dank für deine tollen Gedanken. Sie berühren mich sehr. Durch Gott frei sein zur Liebe, das ist wunderbar. So oft lassen wir uns von anderen Dingen binden, beispielsweise dem Wunsch nach Anerkennung und Wertschätzung. Ja, das kenne ich nur zu gut. Im Gegensatz dazu in Gottes Gegenwart immer wieder aufs Neue die Freiheit zur Liebe zu spüren ist wunderbar. Keine Ahnung, wieso ich so oft gestresst durch diese Welt irre und vergesse, dass ich die Quelle der Freiheit und Gelassenheit kenne. Auf dass wir uns noch viel öfter von Gottes wohltuender Gegenswart verwöhnen lassen. 🙂
      Ganz herzliche Grüße
      Julia

  2. Helmut Mross

    Liebe Julia,

    Deine Ausführungen zu dem Thema „Deine Reise zu Gott ist eine Reise zu Dir selbst!“ haben mich sehr in ihrer Offenheit und Aufrichtigkeit berührt.
    Ich finde es auch erstaunlich, dass Du Dir in diesem Stadium Deines Lebens schon diese Gedanken machst, wo doch viele Menschen erst im Alter innehalten, und sich fragen, was wohl ihr Leben so gebracht hat und sie beginnen, über den Sinn ihres Lebens nachzudenken.
    Ich glaube, dass wir Menschen so zusammengesetzt worden sind, dass die Frage nach Sinn, Richtung und Ziel des Lebens zunächst nur schemenhaft vorhanden ist. Vor allem wird sie oft in den ersten vierzig Jahren durch anfallende Aufgaben, Nöte, existenzielle Probleme und scheinbar wichtige Aspekte geprägt.
    Das habe ich gemerkt, als ich nach einer Krebserkrankung in der REHA in einer Gesprächsgruppe gelandet war. Ich merkte, dass viele irgendwie nur aus dem „Zug des Lebens“ mal eben ausgestiegen waren und nun voller Schrecken merkten, dass die Fahrt nicht so weiterging wie bisher, sondern man sich fragen musste, wohin die Reise eigentlich geht. Manche haderten noch mit ihrem Schicksal, dass sie überhaupt Krebs bekommen hatten, wo es doch für sie vorher klar war, dass anderen Menschen den Krebs bekommen sollten.
    Als ich von meinem Glauben erzählte, waren manche bestürzt, weil sie begriffen, dass sie vielleicht etwas verpasst hätten in ihrem Leben. Für andere erledigten sich eventuelle Bedenken, weil sie mich so ansahen, als hätte ich ein gutes Medikament erwischt, mit dem ich gut durch das Leben kommen könnte: „Wie schön für dich!“
    Aber am meisten hat mich erschrocken, dass so ein Wort wie „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben!“ fast alle kalt lässt, sie irgendwie gar nicht trifft oder berührt. Vielleicht gibt es auch zu viele Stimmen ums uns herum, die das Gleiche sagen.
    Deshalb mein leidenschaftlicher Appell an alle, die das hier wirklich lesen sollten:
    1. Überlegen Sie genau, welche Wert in Ihrem Leben für Sie wirklich wichtig sind?
    2. Ermitteln Sie bitte, welche Anstrengungen Sie unternehmen, um diese Werte in Ihrem Leben zu realisieren und umzusetzen!
    3. Wieviel Zeit, Kraft und Geld geht in diese Werte?
    4. (Die letzte und entscheidende Frage): Wenn Sie sich vorstellen, dass Sie nur noch einen Tag zu leben hätten – geben Ihnen dann die ermittelten Werte Zufriedenheit und inneren Reichtum für eine unruhige Seele?

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