Entschluss zum glücklich sein

Kann man Glück beschließen?

Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein.“ – Voltaire

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Voltaire würde diese Frage wohl bejahen. Diesen Spruch habe ich vor mittlerweile 8 Jahren das erste Mal gelesen und fand ihn sofort ziemlich eindrücklich und weise. Doch jetzt habe ich ihn zum ersten Mal aus ganzem Herzen zu mir selbst gesagt.

Schon zuvor habe ich mir Gedanken zum Glück gemacht und bin der Frage nachgegangen, ob wie ein Recht aufs glücklich sein haben. Jetzt hat es für mich nocheinmal an auf eine andere Art an Bedeutung gewonnen.

JA, ich möchte glücklich sein!

Und ich sehe ein, dass ich selbst vieles dafür tun kann.
Es passiert so schnell, dass man im Alltagstrott untergeht. Und wenn es nicht der Alltagstrott ist, dann sind es schwierige Lebenszeiten. Letzteres ist bei mir der Fall und es ist passiert, dass ich mich davon habe einnehmen lassen.

Mir wurde oft gesagt, dass ich ein positiver und glücklicher Mensch sei, dass ich andere schnell mit meiner Begeisterung für Dinge anstecken kann und positive Stimmung verbreite.

So habe ich mich in letzter Zeit nicht mehr wahrgenommen. Und ich denke, Begeisterung und positive Stimmung ist etwas anderes als das, was mich in letzter Zeit beschäftigt hat.

Nach Wochen des Trübsals und der Schmerzen wurde mir bewusst, dass ich selber die beste darin bin, mich unglücklich zu machen. Ich kreise um mich selbst, fixiere meine eigenen Probleme und sehe im Alltag alle möglichen Dinge, die „schief“ laufen- naja, zumindest nicht so, wie ich es mir ausgemalt habe.

So bin ich nicht!

„Ich bin nicht der, der ich sein will
Und will nicht sein, wer ich bin
Mein Leben ist das Chaos
Schau mal genauer hin.“
– aus Stark von Ich und Ich

Und vor allem möchte ich nicht so bleiben.
Plötzlich wurde mir vieles bewusst. Beziehungsweise plötzlich hat Gott mir vieles bewusst gemacht. Auf seine Art und Weise. Liebevoll und geduldig. Ich glaube eigentlich, dass es gar nicht so plötzlich war, sondern dass Gott es mir schon ziemlich oft gesagt hat. Irgendwie war nun die Zeit reif, dass ich es auch verstehen wollte.

Ich habe mich hingesetzt und aufgeschrieben, womit ich selbst an mir unzufrieden bin. Die Liste war lang. Ich habe einen wunderbaren Freund, dem ich alles sagen kann. Viele Dinge müssen einfach mal rausgeschrie(be)n werden. Ich hielt ihm diese Liste vor und alles was er sagte war:

„Bete, immer wieder. Wir schaffen das gemeinsam mit Jesus.“

Abends war dann Gebetsabend der Evangelischen Allianz. Es war ein Geschenk Gottes für mich. Ich erwartete nicht viel und wurde von Gott überrascht. Er berührte mein Herz durch viele kleine Dinge, machte mir einiges sehr deutlich und zeigte mir, dass der Schlüssel zum glücklich sein, bei mir selber liegt.

Auf den eigenen Fokus kommt es an!

Wie soll ich glücklich sein, wenn ich mich um mich selber kreise? Vor allem, wenn ich dabei noch so negativ bin?!
Wie soll ich glücklich sein, wenn ich Gottes gute Führung in meinem Leben vergesse, wenn ich keinen Blick für meine Mitmenschen habe und an den vielen Geschenken meines Lebens nur das negative sehe?
Doch wie kann ich all das ändern?

Wie ändere ich meinen Blickwinkel?

Ich habe mir einige Zeit lang gesagt, dass es doch selbstverständlich ist, dass ich so reagiere. Ich habe negative Aspekte meiner Vergangenheit hervorgehoben und mich darauf fokussiert, was sie alles in meinem Leben und in mir kaputt machen. Damit habe ich mir widerfahrener Schuld unglaublich viel Macht gegeben.

Bis ich, wie oben beschriebe, gemerkt habe, dass ich mich dadurch selber unglücklich mache. Die Vergangenheit kann ich nicht ändern. Und ich kann auch nicht direkt ändern, wie andere Menschen mich behandeln. Aber ich kann ändern, wie ich selbst damit umgehe und wie ich mit meinen eigenen Verletzungen umgehe.

Gott hat mir meine negative Verzerrung meiner Aufmerksamkeit und Wahrnehmung deutlich gemacht und mir gesagt, dass er mir helfen wird, das zu verändern. Dabei habe ich an etwas gedacht, was mir einmal jemand erzählt hat. Es ist eine gute Möglichkeit, sich selbst bewusst zu machen, wie viel Grund man zum dankbarsein hat.

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Neue Dankbarkeit lernen

Für mich hat Glück viel mit Dankbarkeit und Zufriedenheit zu tun. Und so habe ich mir überlegt, wie ich wieder zu dieser Grundeinstellung komme.
In meiner Kolumne_aussschreiben, statt verschreiben habe ich deswegen einen Beitrag mit einer Schreibübung zum glücklich sein veröffentlicht, in dem ich euch erkläre, wie ich mich austrickse, um dankbarer zu werden.
Vielleicht wollt ihr es ja auch mal probieren und neue Leichtigkeit, Freude und Dankbarkeit für euer Leben finden.

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