Ein Herz für dein Wort und dein Wort für mein Herz

Was für ein Schatz ist Gottes Wort

Wieso lesen so viele Menschen die Bibel? Wieso sollst Du sie vielleicht auch einmal lesen?

IMG_6856Mich würde auch interessieren, wieso Du sie nicht liest. Das kannst Du mir unten in den Kommentaren erzählen.

Psalmen sind lyrische Texte der Bibel. Der längste dieser Psalm beschäftigt sich mit der Herrlichkeit des Wortes Gottes.

Lehre mich heilsame Einsicht und Erkenntnis; denn ich glaube deinen Geboten.  Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege. Psalm 119, 66 + 105

Oft schon habe ich diese Verse gehört. In der Kirche haben wir das Lied „Dein Wort ist ein Licht auf meinem Weg“ rauf und runter gesungen.

Gottes Wort in meiner Kindheit

Schon in meiner Kindheit hat Gottes Wort mich fasziniert. Manchmal wundere ich mich selbst, wenn ich daran denke, dass ich mit 12 Jahren an meine Schreibtisch saß und nachmittags ganz interessiert das Wort Gottes studiert habe. Ich habe Dinge unterstrichen, Fragen raus geschrieben und ein Fazit gezogen.

Im Kindergottesdienst wurden wir ermutigt Bibelverse auswendig zu lernen. Das hat mir total viel Freude gemacht. Noch heute lerne ich gerne Texte auswendig und vor allem profitiere ich noch heute von den Bibelversen, die ich mit 8 Jahren auswendig gelernt habe. Auch in meiner Teeniezeit habe ich weiterhin Bibelverse auswendig gelernt.

Es ist erstaunlich, wie längst vergessen zu scheinende Bibelverse in bestimmten Situationen plötzlich wieder zum Vorschein kommen und mir (und vielleicht auch anderen) ins Herz sprechen.

Gottes Wort heuteIMG_5610

Ich habe eigentlich immer regelmäßig Bibel gelesen. Manchmal war dieses regelmäßig einmal die Woche, manchmal jeden Tag und manchmal vielleicht auch nur einmal im Monat.

Das Wort Gottes hat mir immer etwas bedeutet, doch es gab Zeiten, in denen mir die Leidenschaft fehlte. Ich habe es gelesen, aber nicht mit ganzem Herzen. Ich habe es gehört, aber nicht mit tiefstem Vertrauen. Ich habe mich damit beschäftigt, aber irgendwie vergessen, dass der große Gott des Universums dahinter steht.

Im vergangenen Jahr hat Gott die Liebe zu seinem Wort wieder neu in mir wachsen lassen.

Soll ich euch verraten wie?

Ich habe wieder neu angefangen zu glaube, was ich da lese.

Irgendwann habe ich bemerkt, dass mein Herz beim Bibellesen eher lauwarm, wenn nicht sogar kalt war. Aus Kindertagen wusste ich, wie wichtig und wertvoll Gottes Wort für meinen Glauben ist, also habe ich mich bewusst dafür entschieden, es wieder zu glauben.

Ich habe wieder neu ernsthaft und ehrlich sein Wort gelesen. Und nach und nach fing ich an es aufzusaugen. Mein Herz saugte es auf.

IMG_5598Mein Entschluss zu glauben

Irgendwie ist es doch komisch, kann man den Glauben rational beschließen?

Nicht so ganz, würde ich sagen. Doch der Entschluss zu glauben macht Dich offen für Gottes Wirken.

Wenn Du dich dazu entschließt zu glauben, entschließt Du dich dazu Gott zu suchen.

Denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR. Jeremia 29, 13-14

Ich habe mich also dazu entschieden, Gottes Wort Glauben zu schenken. Das bedeutet allerdings nicht, dass ich unhinterfragt lese. Doch ich hinterfrage anders. Ich frage nicht nach der Wahrheit der Worte. Ich frage aber danach, was das Gelesene für mich, mein Leben und mein Verhalten bedeutet. Und ich sage euch, das kann Auswirkungen haben. Denn plötzlich bist du an einem Punkt, wo du merkst:

Wenn ich das wirklich glaube, dann sollte ich dem auch folgen.

Ich sollte wirklich den Frieden und das Beste der Menschen suchen, ich sollte wirklich dem Bösen mit Gutem begegnen und nicht unfreundlich reden, ich sollte wirklich mehr beten und mir keine Sorgen machen.

Wenn  ich Gottes Wort wirklich folgen möchte, dann kann ich mich nicht nur um mich selbst drehen. Ich sollte Augen und Liebe für meine Mitmenschen haben: mich ihrer Nöte annehmen.

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. Micha 6,8

Aus Glauben wird Gehorsam und aus Gehorsam Demut und Freude.

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Gottes Wort hat nicht nur einen Einfluss auf meine Taten.

Wenn ich das weise Buch aufschlage, öffne ich mein Herz für die Liebe Gottes.

Ich erlebe, dass Gott direkt zu meinem Herzen spricht.

Er schenkt mir ein Herz für sein Wort und gibt mir ein Wort für mein Herz!

Eine Wanderung mit dem Wort Gottes

In letzter Zeit hat mein Herz mit dem Wort Gottes eine richtige Wanderung – eine Glaubensreise 😉 – gemacht.

Die Schrift leitete mich über Stock und Stein, durchs finstere Tal, über Mauern hinweg, zu tollen Aussichtsplätzen, erquickenden Quellen und Orten der inneren Ruhe und des Friedens.

Vielleicht kann ich euch eines Tages von dieser Reise erzählen.

Lies dazu: 2014 - ein Jahr voller Höhen und Tiefen

In jeder Phase dieser Reise hatte Gott ein passendes Wort für mich, das mir durch Mark und Bein direkt ins Herz gesprochen hat.

Gottes Fürsorge

Gott klebt Wunden nicht lieblos zu!

Er holt den ganzen Dreck raus, reinigt sie sanft und geduldig, versorgt die Verletzung mit heilsamem Balsam und gibt ihr die Zeit von innen zu heilen.

In diesem Heilprozess reinigt er geduldig immer wieder aufs Neue.

Das führt dazu, dass er aus Verletzungen dieser Welt sogar etwas Gutes schaffen kann.

Gottes Heilung kann aus Verletzungen dieser Welt etwas Gutes werden lassen.

In Römer 8 beschreibt Paulus, dass weder Angst, noch Trübsal, weder Hunger noch der Tod uns scheiden können von der Liebe Christi. Und weiter schreibt er:

„Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat.“ Römer 8, 37

Dieser Vers ist mir wie Balsam für die Seele geworden. Wir werden Schwierigkeiten nicht gerade so überstehen, nein – wir werden sie weit überwinden! Wir werden stärker aus ihnen herausgehen und Gott näher sein als zuvor, durch den, der uns geliebt hat.

Das ist doch eine richtig krasse Hoffnung in schwierigen Zeiten, oder? 🙂

Dieses Wunder durfte ich durch Gottes Wort erleben.

Bewahre meine Seele und errette mich; lass mich nicht zuschanden werden, denn ich traue auf dich! Psalm 25,20

Mein Herz hätte an diesem Leben spätestens im letzen Jahr Schaden genommen, wenn es nicht am Wort Gottes festgeklammert hätte. Es ist für mich wie ein Strohhalm zurück zum Leben.

Etwas heiliges, das heilsam ist.


Ich aber traue darauf, dass du so gnädig bist; mein Herz freut sich, dass du so gerne hilfst. Ich will dem HERRN singen, dass er so wohl an mir tut. Psalm 13,6

Und jetzt wird es ganz aktuell

Gottes Wort ist praktisch, aktuell und passend, als hätte Gott heute Morgen einen Brief an mich geschrieben.

Von meinem Frust über die Initiativlosigkeit der Filipinos habe ich euch bereits erzählt. Ab und zu demotiviert mich das ganz schön.

Dann sagt Gott mir:

„Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn.“ Römer 12,11

Und ja, damit hat er so recht. Träge zu sein macht einen nur … träge, mies gelaunt und unproduktiv.

Es tut so gut, Gottes Stimme zu hören und zu merken, dass er sich kümmert.

Jeden Tag aufs neue erfüllt mich dieser Vers mit Freude und ich begegne den Kindern in neuer Liebe.

Über meinen Einsatz auf den Philippinen.

Bedeutet das Wort Gottes etwas für dich?

Ich freue mich, wenn du mir von Deiner Glaubensreise mit dem Wort Gottes erzählst.

GuteReise,Ju

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6 Comments

  1. Lilli

    Liebe Julia, dass was Du beschreibst, habe ähnlich in der letzten Zeit durchgemacht bzw. empfunden. Ich lese leider nicht oft in der Bibel, da ich berufstätig bin und mit unseren zwei Jungs ich es oft nicht schaffe, mir hierfür Zeit einzuräumen. Und wenn ich dann mal lese, dringt es oft nicht wirklich in mein Herz. Und in der letzten Zeit habe ich oft diese Sehnsucht, Gott zu spüren und von Herzen zu glauben.
    Danke Dir für deine Worte, sie haben mir Mut gegeben.
    Wünsche Dir weiterhin viel Kraft und Gottes Segen für Deinen Einsatz.
    Liebe Grüße
    Lilli (Giedt)

    • Julia

      Liebe Lilli,
      vielen Dank für dein ehrliches Kommentar. Es freut mich von Herzen, dass Dir meine Gedanken weiterhelfen.
      Ich bete dafür, dass Du Gott wieder neu in seinem Wort begegnest.
      Diese Sehnsucht, Gott zu spüren, kenne ich nur zu gut. Bibellesen ist ein guter Anfang. 🙂
      Eine spannende Glaubensreise wünsche ich dir,
      Julia

  2. Lea

    Oh ja, ich liebe den Vers aus Römer 8,37 auch sehr! Allerdings vergesse ich ihn noch öfters in Situationen, wo ich besonders überwinden muss. Aber je öfter ich ihn mir sage, mich also entscheide, ihn zu verinnerlichen, desto öfter fällt er mir auch in Situationen ein, in denen ich ihn brauche.
    Ich hatte als KInd und Teenie auch Verse auswendig gelernt, allerdings sie über meine „gottlose Zeit“ wieder vergessen. Sehr schade! Aber letztes Jahr hab ich wieder damit angefangen, mit einer freundin zusammen, das war für mich zu Beginn echt voll motivierend! Wir lernen eher langsam, immer eine Stelle für ne längere Zeit und immer im Wechsel sucht eine von uns aus. Mal einen ganzen Psalm oder nen längeren Text ausm NT, mal nur einen Vers. Mittlerweile bin ich auch sozusagen selbstständig motiviert auswendig zu lernen, weil ich merke, wie es mich positiv verändert.

    Ich empfinde diesen Blogbeitrag echt ermutigend! Ich werde ihn sicher noch öfter lesen. Mag auch deine Zitate und staune über deine Glaubensreise vom KInd bis heute. Dass dir die Worte der Bibel wirklich zum Lebenswort und persönlichen Brief an dich werden, dein Denken und Handeln prägen und dich durch turbulente, aufregende Zeiten tragen! Danke für das Teilen deiner Erlebnisse und deine Ermutigungen!

    Ich finde, du hättest meiner Meinung nach auch locker 2 Beiträge draus machen können, bei soviel intensivem Lesestoff und deinen Fragen. Vielleicht wirkt er aber auch nur durch die Schriftart und die großen Zitate und Zwischenüberschriften so lang…Sicher beides.

    Sei dennoch ebenso ermutigt! Es ist schön, dich zu begleiten auf deiner Reise, auch wenn ich dich ja garnicht kenne. Aber das ist ja das besondere am Blog-Schreiben/Lesen, gell?

    Also grüße ich dich mit Johannes 8,31+32: „»Wenn ihr IN(!) meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.«

    Herzliche Grüße aus Deutschland auf die Philippinen,
    Lea

    • Julia

      Hallo liebe Lea,

      vielen Dank für dein ausführliches, liebes Kommentar. Ich freue mich sehr darüber.
      Wie schön, dass auch Du Gottes Wort auswendig lernst. Das ist echt ein Segen – weiter so.
      Da ermutigen wir uns doch glatt gegenseitig. 🙂

      Alles liebe Dir und eine gute Weiterreise,

      Julia

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